Dresden - 23.05. bis 25.05.2008

Zum dritten Mal trafen, dieses Mal in Dresden, sich ehemalige Angehörige der Volksmarine, die während Ihrer Dienstzeit auf den flinken LTS- und KTS-Boote gefahren sind.
Es hatten sich rund 120 Teilnehmer, Männer und Ehefrauen, angemeldet und und waren gekommen.

Mit einer gestiegenen Teilnehmerzahl zum letzten Treffen trafen sich auch dieses Jahr einige Teilnehmer nach gut 40 Jahren ihre Kameraden, oder auch Genossen, von einst wieder.

Für mich war es Neugierde aber auch eine Herausforderung an diesem Treffen teilzunehmen.
Zum einen Teil ist die NVA ein Teil meiner Kinder- und Jugendgeschichte bis zum Alter von 10 Jahren, anders nachdem mein Vater am 15.07.1975 mit der gesamten Familie mit eine spektakulären Flucht über die Ostsee die Seiten wechselte.
Danach favorisierte ich zwar dann die Bundeswehr, ich sah die Volksarmee, besser Volksmarine nicht als Gegner.
Wer schon länger in unserem Verteiler steckt, der kennt unsere Berlinreise. Papa, wie war das eigentlich früher als Du noch in der DDR warst?
Dieses Mal war es auch eine Reise in die Vergangenheit, nur ein wenig anders.
Anekdoten, Geschichten, Gelächter und vieles mehr ist gleich wie ich es auch bei Treffen von ehemaligen Angehörigen der Bundesmarine, Deutsche Marine, erlebt hatte.
Eines ist anders, aber das wurde mit Humor getragen, das war und ist Politik, die in Ostberlin und Bonn entschieden wurde.
Ob Ost oder West, den Feuerbefehl hat sich keiner herbeigesehnt.
Lassen wir mal die unterschiedlichen Wappen in den Flaggen aussen vor, die Marinearbeit war die gleiche, bei der Volksmarine wurde allerdings volle Kampfbereitschaft gefordert, die Freizeit war beschränkt, sich also nach einem solchen Dienst zu reissen war bestimmt kein Zuckerschlecken.
Die von der Volksmarine hätten im Ernstfall auf uns geschossen, die Geschichte und wie ich darüber denke, das steht auch in der Berlingeschichte.
Wir alles sollten froh darüber sein, dass die Wende so friedlich verlaufen ist, nicht jeder ist unbedingt glücklich darüber.
Ebenso sollten wir froh darüber sein, dass trotz zwei Verteidigungsbündnisse nie ein Schuss gefallen ist, der verheerende Wirkung hätte, sondern nach gut 50 Jahren die Wiedervereinigung kam.
Ich selber würde mir wünschen, West wie auch Ost, dass auch die letzten die alten Mauern in den Köpfen endlich fallen, miteinander umzugehen zu lernen.
Das Treffen hat gezeigt, dass es geht.

Mit einer guten Vorbereitung und Planung ging es im Eiltempo nach Feierabend nach Hause, Kind und Koffer schnappen, dann genüsslich mit dem ICE nach Dresden.
Auch die Hausaufgaben gehörten ins Reisegepack.
Ein wenig verspätet kamen wir zum Treffen, aber egal.
Ein Treffen, aber auch eine Stadt, die wir beide nicht vergessen werden, wir kommen wieder Dresden, Sachsen, dann frisch rasiert und ohne Säschsliergeläster auf der Hinfahrt.
Ei gugge mal do, wir haben viel von Euch gelernt und wurden überall mit einem freundlichen Lächeln begrüsst.
Freitag, Restaurant LIVING
Ein Teil der Elite nachts in der Unterkunftslobby. hatte diesmal bereits die Segel gestrichen und schlief......