HMS Ark Royal
Zu Besuch in Hamburg 11.03.2004 - 15.03.2004
Startseite Historie Name Techn. Daten Kommandant Einlaufen Einlaufen aus Deckssicht Anlegen Unter Deck
Deckslift Fahrzeuge Deck-Brücke Luftkräfte u.m. Grossformate 12.03. / 13.03. Auslaufen 15.03.
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Die erste Ark Royal wurde für den berühmten englischen Abenteurer Sir Walter Raleigh, den Gründer der Kolonie Virginia in Nordamerika, gebaut. 
Das 690 Tonnen große und mit 38 Kanonen bewaffnete Schiff wurde von der Krone angekauft und war im Juli 1588 während der Gefechte mit der spanischen Armada sowie acht Jahre später vor Cadiz das Flaggschiff des damaligen Lord High Admiral, Howard of Effingham.
Erst 1913 erschien der Name Ark Royal wieder in der Flottenliste, als ein 7.400 Tonnen großer, ansonsten aber unscheinbarer Seeflugzeugtender zur Flotte trat.
Das Schiff, das heute als erster Flugzeugträger der Royal Navy gilt, stand im Ersten Weltkrieg u.a. bei der unglücklichen Dardanellenoperation der Alliierten im Einsatz. Nach Kriegsende unternahm sie vor allem Missionen zur Luftunterstützung bei der Unterdrückung lokaler Aufstände – eine Rolle, die mit moderner Terminologie als Power Projection bezeichnet wird. 
Mit der Fortentwicklung der Technik wurde die zweite Ark Royal als Ausbildungs- und Versuchsschiff verwendet, und 1934 in Pegasus umbenannt. 
Sie blieb unter diesem Namen bis 1946 im aktiven Dienst.
Die dritte Ark Royal war ein 23.000 Tonnen großer Flottenflugzeugträger, der 1938 zur Flotte trat.
Wohl kein Schiff der Royal Navy ist so oft „versenkt“ worden, wie diese Trägerin ihres Namens, und es scheint, als ob der Nazi-Propagandaminister Goebbels davon besessen war, die Versenkung des Flugzeugträgers in alle Welt hinauszuposaunen und bei jeder sich bietenden Gelegenheit die höhnische Frage „Wo ist die Ark Royal?“ zu stellen. 
Die Besatzung der Ark Royal antwortete auf ihre Weise: Bei jeder sich bietenden Gelegenheit brach sie in den Sprechchor „We are here!“ aus. 
Doch auch im Einsatz machte sich das Schiff wie ein Stachel im Fleisch der Aggressoren bemerkbar: 
1940 trat die Ark Royal zu der berühmten, in Gibraltar stationierten Force H unter Admiral Somerville und nahm an zahlreichen Vorstößen ins Mittelmeer teil. 
Im Mai 1941 kam es im Rahmen der Jagd auf die Bismarck zu jenem berühmten Vorstoß der Force H in den Atlantik in dessen Verlauf, am 26. Mai, die technisch veralteten, Segeltuchbespannten Swordfish-Doppeldecker des Flugzeugträgers jenen berühmten Treffer in die Ruder- und Schraubenanlage des deutschen Schlachtschiffes setzten, der schlussendlich zu seiner Versenkung führten.
Für die Force H war dieser Beitrag zur Versenkung der Bismarck eine besondere Genugtuung, da das berühmte Opfer der Bismarck, der Schlachtkreuzer Hood, zeitweilig auch zu dieser exklusiven Streitmacht gehört hatte.
Das tatsächliche Ende der dritten Ark Royal kam am 13. November 1941 30 Seemeilen vor Gibraltar in Gestalt eines vom deutschen U-Boot U-81 unter Kapitänleutnant Guggenberger abgefeuerten Torpedos. 
Die Ark Royal befand sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Rückweg von einer Mission, in deren Verlauf sie dringend benötigte Jagdflugzeuge für die von den Achsenmächten gebeutelte Inselfestung Malta ausgeflogen hatte. 
Obschon es zunächst gelang, den Flugzeugträger in Schlepp zu nehmen, konnte der langsame Wassereinbruch nicht gestoppt werden, so dass die Ark Royal am folgenden Tag sank – 14 Stunden nach dem Torpedotreffer. Bemerkenswert ist, das nur ein Mitglied der nahezu 1.600-köpfigen Besatzung sein Leben verlor.
Sofort nach dem Verlust war klar, dass der Name Ark Royal wieder aufleben sollte, und so wurde er für einen 1942 bestellten Flottenflugzeugträger reserviert. 
Wegen des Kriegsendes trat der 43.000-Tonner erst 1955 zur Flotte. 
Mit seinem gepanzerten, angewinkelten Flugdeck, Dampfkatapulten, Seilbremsanlagen und Landespiegel war sie der erste Flugzeugträger der Royal Navy, der diese britischen Entwicklungen in sich vereinte, die den Einsatz von schweren Düsenflugzeugen von Trägern aus erst ermöglichen und die heute zum Standard aller großen Flugzeugträger gehören. 
Ursprünglich für bis zu 80 kleine Flugzeuge konzipiert, ermöglichten es fortlaufende Modifikationen der vierten Ark Royal mit dem Tempo der Flugzeugentwicklung Schritt zu halten, so dass sie in den letzten Jahren ihrer 1979 zu Ende gehenden Karriere in der Lage war, auch schwere Phantom-Jagdbomber einzusetzen.
Der durch ihre Außerdienststellung vakant gewordene Name wurde auf die dritte Einheit der Invincible-Klasse übertragen, die ursprünglich Indomitable genannt werden sollte.
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