Einbruch - Diebstahl - Vandalismus beim Schiffsmodellbau-Club Ludwigsburg e.V.
zurück
Helft
Details der Gemeinheit
Was geht manchen Menschen durch den Kopf, wenn sie in fremde Räume eindringen und fremde Gegenstände zerstören?
Was geht einem Modellbauer durch den Kopf, wenn er in die Vereinswerkstatt kommt und sieht, dass das Werk von vielen hundert Stunden zerstört auf dem Boden liegt?
So geschehen in Ludwigsburg bei Stuttgart...

Um für einen neuen Artikel zu recherchieren, wollten wir am Sonntag den 26. Januar 2003 in die Vereinswerkstatt, um verschiedene Ausgaben der Schiffsmodell, Modellwerft und des alten Schiffspropeller zu holen. Gleichzeitig sollte das fast fertige Modell einer 1:25 Calypso eingelagert werden, um für den Umbau der eigenen Kellerwerft aus dem Gefahrenbereich zu kommen.
Schon beim Betreten des Vorraumes ist aufgefallen, dass die Außentür offen stand und nicht wie üblich abgeschlossen war.
Aber erst im Treppenhaus war zu sehen, was hier wirklich passiert war.
Bei allen Türen, die in die Räume von verschiedenen Vereinen gingen, war ein Teil der Türverglasung eingeschlagen worden.
Die Türen selbst waren noch abgeschlossen.
Schon ein Blick durch die zerbrochene Schreibe gab einen ersten Hinweis auf die Zerstörung die in den Vereinsräumen angerichtet wurde.
Nachdem die Polizei eingetroffen war, wurden die Räume gemeinsam betreten.
Wie sah es hier aus?
Verschiedene Modelle lagen zwischen Sand und Glasscherben in trauter Gemeinsamkeit verstreut auf dem Boden.
Teile eines Leuchtturm-Oberteiles ruhten an der Stelle einer Norderney, an welcher sich normalerweise die Brücke befindet.
Die Brücke selbst lag in ihre Einzelteile zerlegt unter dem Tisch.
Zwei Dollys, gebaut von zwei Jungs der Jugendgruppe des Vereins lagen auf dem Boden.
Dem Aussehen nach hat man sie zum Fußball spielen verwendet.
Die Bordwände waren eingetreten worden und das elektronische Innenleben hing über der Reling nach außenbords.
Das Ganze konnte man nur mit einem Wort beschreiben: Ein Schlachtfeld.

Was und welche Modelle wurden nun zerstört?
Was neben den Modellen der Jungs und der Norderney wirklich schmerzte, waren zwei Raritäten, die seit Langem nicht mehr auf dem Markt sind.
Bei dem einen handelt es sich um den Rettungskreuzer Theodor Heuss noch mit dem alten Styropor-Rumpf.
Zerstörungsgrad: Mit großem Aufwand wieder zu richten. Keine Schäden im Rumpfbereich, Aufbauten und Beschlagteile teilweise zerstört.
Das andere Modell tat wirklich weh:
Eine Oceanic, noch von der Firma Hegi.
Zerstörungsgrad: Totalschaden. Neben zerbrochenen Aufbauten war vor allem der alte tiefgezogene ABS-Rumpf nur noch ein Trümmerfeld.
Der Zustand ist als nicht mehr reparaturfähig zu bezeichnen. Teile der Bordwand fehlten oder waren eingetreten, Risse und Beschädigungen rund um den ganzen Rumpf.
Die Aufbauten lagen unbeschädigt daneben, der abgerissene Mast auf der Werkbank 5 m entfernt.

Einige dieser Modelle können wieder gerichtet werden, oder sind zumindest zum Teil noch als Ersatzteile zu gebrauchen.
Aber es fehlten auch vier Modelle, und um diese geht es uns.
Bei allen vier Schiffen handelt es sich um das Modell Lotse der Firma Graupner. Sie wurden
komplett mit Fernsteuerung und in funktionsfähigem Zustand entwendet.
Diese Vierergruppe ist aber markant und einfach zu erkennen. Sie wurden zwar nach Maßgabe des Baukastens gebaut, aber nicht lackiert.
Neben einem grauen Rumpf und grünen Deck besitzt jedes einen Aufbau in einer anderen Farbe.
Diese Farbgebung dient zur Unterscheidung der einzelnen Modelle und findet sich auch am Gehäuse der Sender, im Bereich der Antenne, wieder.
Wir verwendeten diese Schiffe für interessierte Jugendliche zum Fahren und Üben.
Zwei der Modelle wurden in ihren Transportkisten gestohlen.
Diese waren dunkelblau lackiert und trugen links und recht die Aufschrift "Schiffsmodellbau-Club Ludwigsburg e.V."
Darunter das Logo des Vereins: SLB, wobei der Buchstabe L das barocke "L" der Stadt Ludwigsburg ist.
Wenn also diese Modelle, einzeln oder in der Gruppe irgendwo zu sehen sind, sei es am Baggersee, bei Veranstaltungen oder auf dem Flohmarkt - informiert uns bitte ganz schnell.
Wir würden uns freuen, wenn wir zumindest wieder einen Teil zurück bekommen würden.

Anruf genügt: Schiffsmodellbau-Club Ludwigsburg e.V. - Tel. 07141/796422 oder 0171/4223583. Herzlichen Dank.
Oder eine Mail an: