Phase
3:
Ballonlandungen |
 |
Am 14. August 1952 wird S 130 unter E.
G. Müller in Dienst gestellt.
Abenteuerliche Überführung im
Schlepp; Umbau bei Lürssen; Umbau von S 208 und S 130 kann man als
Start der deutschen Marine-Rüstungsindustrie bezeichnen
Aufgaben: Tanker, Postboot, FmEloAufklärung
und Täuschung des Gegners (die Landungen wurden immer nur von Klose
auf S 208 durchgeführt).
Erneuter Umbau für die Ballonlandungen
und die Deckshalterungen der 40 Wasserstoffflaschen; für den Ballonstart
von der Back ist achterlicher Wind unter 18 kn erforderlich; Wetterballon.
9. Landung im Okt. 1952 bei Stolpmünde
(8 A)
10. Landung im Mai 1953 bei Stolpmünde
unter dramatischen Umständen: nach vier Wochen Wartezeit vor Anker
in Bornholm kommt die erforderliche Westwetterlage; polnische Agenten werden
mit gezogenen Pistolen zum Besteigen des Ballons gezwungen.
Ungelöste Frage, was mit den Agenten
geschah: die polnische Widerstandsbewegung Wolnosc I Niepodleglosc (WIN
= Freiheit und Unabhängigkeit) flog im Dez. 1952 auf.
--(A=Agenten) |
|
Das Rote Netz:
Die
KGB-Operation
 Lursen-S
Seit
1951 Verdacht
 auf
Maulwürfe
11.
Landung
 Herbst
1953
12.
Landung
 März
1954
13.
Landung
 Sept.
1954 |
  |
Seit 1951 war eine englischer Verdacht,
daß die Operation vom KGB unterwandert sein könnte (Maulwürfe
und Doppelagenten)
11. Landung im Herbst 1953; Agent Hugo
bringt die Flasche Wasser aus dem Fluß Tobol bei Chadrusk; Fehler
des KGB durch zu hohe Radioaktivität des Wassers, daß unmöglich
Kühlwasser eines Reaktors sein konnte
12. Landung im März 1954; der MI
6 verlangt von den „Waldbrüdern“ die Verifizierung der Wasserlieferung
13. Landung im September 1954; der KGB
schickt einen Maulwurf
Die Operation „Jungle“ war von Anfang
an vom KGB unterwandert; Kim Philby und Doppelagenten bei den „Waldbrüdern“.
Gen. Lukasevic und Major Bundulis planen
die Operation „Lursen-S“; das war das rote Netz, in dem sich alle Agenten
fingen. |
|
Phase 4:
FmEloAufklärung
mit neuen
Schnellbooten |
  |
Das Innenministerium laßt für
den BGS drei Wachboote bauen.
Die Militärische Sicherheitsagentur
der Allierten Kontrollkommission in Koblenz verbietet den Weiterbau (zu
hohe Geschwindigkeit und zu starke Bewaffnung); englische und französische
Furcht vor deutscher Marinerüstung.
England requiriert die drei Boote und
läßt sie aus den Besatzungskosten bezahlen.
In Dienst für die Klose-Gruppe als
Silver Gull (Klose), Storm Gull (Müller) 1954 und Wild Swan (Ehrhardt)
1955.
S 208 und S 130 werden 1955 an das Amt
Blank abgegeben und fahren in der Bundesmarine als
UW 11 und 10/EF 3 als Schul- und Versuchsboote
(mein erster Torpedoschuß 1960). |
|
Phase 4:
FmEloAufklärung
mit neuen
Schnellbooten |
 |
Schwerpunkt der Operationen ist nun eindeutig
die FmEloAufklärung entlang der DDR, polnischen und sowjetischen Ostseeküste.
Die Boote bleiben tagsüber auf hoher
See und fahren nachts einen Aufklärungsstreifen entlang der Küste.
Die Landungen werden immer gefährlicher;
wegen des vermuteten Verrats in Lettland werden die Landeplätze nach
Ösel verlagert (Estland).
14. Landung im Nov. 1954 in der Kurevere-Bucht
(1 A hin/1 zurück).
15. und letzte Landung im April 1955 ebenfalls
in der Kurevere-Bucht (1 A hin/1 zurück).
(A=Agenten) |
|